Dienstag, 21. Februar 2017

24. August 2013 Jakobsweg Deutschland - 3. Etappe Düsseldorf-Kaiserswerth St.Suitbertus - Düsseldorf Altstadt St. Lambertus 10,7 km



Die Wettervorhersage ist gut und so starten wir bei strahlendem Sonneschein an unserem Ausgangspunkt, der Kirche St. Suitbertus in Düsseldorf Kaiserswerth. Wir passieren anschließend die Kaiserpfalz mit seinen Ruinen einer Zwingburg, die Eintreibung des Rheinzolls errichtet wurde.


Der Duft der gemähten Heuwiesen begleitet uns auf dem Weg entlang des Rheins. Der Weg führt uns über den Lohauser Deich zum Messegelände und vorbei am Nordpark.


Eine ausgiebige Pause mit einer guten Pilger-Mahlzeit, welche wir auf unseren ausgebreiteten Picknickdecken verzehren, stärkt uns für den weiteren Weg. Eine weitere Pause nutzen wir, um den herrlichen Sonnentag am Rhein zu genießen. Dann werden die Häuser und Straßen wieder mehr, die Rühe wieder weniger und so wir merken, daß wir uns der Düsseldorfer Altstadt nähern


Es geht noch ein Stück auf der Rheinpromenade entlang, bevor wir die Lambertuskirche erreichen. Glücklicherweise ist die Kirche geöffnet und wir erhalten sogar einen Stempel für unseren Pilgerpass.


Da die Zeit schon recht fortgeschritten ist und es auch ein wenig zu tröpfeln beginnt, beschließen wir unsere heutige Pilger-Wanderung zu beenden und bewegen uns Richtung Hauptbahnhof, um die Heimreise anzutreten. Es war eine wunderschöne Etappe am Rhein entlang.



Donnerstag, 29. Dezember 2016

29. Dezember 2016 Planung Caminho Portugues Mai 2017


Es ist vollbracht :-). Der Flieger geht am 11. Mai 2017 von Düsseldorf nach Porto. Dort starte ich dann am nächsten Tag Richtung Santiago de Compostela. Bis zur spanischen Grenze beträgt die Strecke 121 km. Der galicische Teil des Weges ist mit 114 km angegeben. Sollte alles gut verlaufen ist auch noch eine Fortsetzung der Pilger-Wanderung bis zum Cap Finisterre geplant. Hier müßte ich nochmals 91 bis 115 km bewältigen. Das Unterkunftsverzeichnis und mein Pilgerpass wurden vom Freundeskreis der Jakobuspilger bereits übersandt. Jetzt muß also wieder fleißig trainiert werden. Außerdem werde ich die Packliste nochmals auf den neusten Stand bringen. Ich kann es jetzt kaum noch erwarten und freue mich riesig wieder auf den Camino zu kommen.

Sonntag, 20. November 2016

20. November 2016 Weitere Planungen Caminho Portugues Mai 2017


Jetzt muß ein passender Flug gefunden werden. Die Recherche ergab, daß nur Eurowings non-stop nach Porto fliegt. Ab Düsseldorf habe ich die Wahl donnerstags oder samstags zu fliegen. Im Moment sieht es nach dem 11. Mai 2017 aus. Dann bleibt genug Zeit für die Wanderung von Porto zum Kap Finisterre. Anschließend werde ich noch ein paar Tage mit meinem Mann in Porto verbringen und voraussichtlich am 1. Juni geht´s wieder nach Hause.

Um bom caminho ;-)
 

Sonntag, 15. Mai 2016

15. Mai 2016 Planung Caminho Portugues Mai 2017



Nächstes Jahr ist es endlich wieder soweit. Dieses mal soll es der portugiesische Weg werden. Geplant ist der Weg von Porto nach Santiago de Compostela. Von Porto bis zur spanischen Grenze  sind es ca. 121 km. Der galizische Teil des Weges ist ca. 114 km lang. Anschließend möchte ich außerdem endlich den Weg von Santiago zum Kap Finisterre laufen, was zusätzlich nochmal ca.91 km bedeuten würde. Insgesamt würde ich auf ca. 326 km, wofür ich ungefähr 14 Tage plus 2 Tage An- und Abreise veranschlagen werde. Es macht einfach wieder Spaß eine Pilger-Reise zu planen.

Um bom caminho :-)

Sonntag, 24. Januar 2016

18. Mai 2014 Oberellen - Vacha 24,5 km - Letzte Etappe Ökumenischer Pilgerweg auf der Via Regia


Obwohl unsere Unterkunft in diesem kleinen Ort ruhig gelegen erscheint, können wir leider bis 4 Uhr nachts nicht richtig schlafen. Partymusik aus der Umgebung hält uns wach. Wir schlummern noch für etwa 3 Stunden, dann wird es Zeit zum Aufstehen. Gerade sind wir fertig, da steht auch schon der Herbergsvater mit dem Frühstück vor der Tür. Gut gestärkt starten wir um 8:45 Uhr Richtung Wünschensuhl. Die weite Sicht über die Landschaft gewährt uns u.a. einen Blick auf den "Kalimanjaro": eine Abraumhalde des Kalibergbaus. Wir genießen noch eine Pause im Sonnenschein, obwohl uns der kalte Wind zu schaffen macht. Im Schutz der Bäume des Thüringer Waldes geht es weiter. Unterwegs begegnen wir einer Reihe von Pferdekutschen, welche sich hier zurammengefunden haben. Nach mehren Pausen in Schutzhütten und auf Holzbänken verlassen wir erst wieder kurz vor Vacha-Oberzella den geschützen Wald. Es sieht nach Regen aus, aber das Wetter hält sich tapfer. Beim Erreichen des Vachaer Ortsteils werden wir magisch von dem Schild "Pilgerrast" angezogen. Wir freuen uns auf eine kurze Rast in diesem liebevoll gestalteten Vorgarten und schon öffnet sich die Haustür und wir werden von der Dame des Hauses zu einem Kaffee überredet. Sie verschwindet kurz, um anschließend mit Kaffee, Kuchen und frischen Erdbeeren wieder zu erscheinen. Margret und ich sind sprachlos über so viel Gastfreundschaft und lauschen anschließend gebannt den Erzählungen über das Leben in diesem Ortteil, welcher zu DDR-Zeiten Sperrgebiet war. Oberzella war dreiseitig von Zäunen umgeben, die Zu- und Ausfahrt zum Ort wurde über einen Kontrollpunkt mit Schlagbaum geregelt und Besuch durfte nur von Familien-Mitgliedern des 1. Verwandtschaftsgrades erfolgen. Wir verabschieden uns herzlich und auf dem Weg zur "Brücke der Einheit" passieren wir noch einige Gedenktafeln mit Grenzerinnerungen. Nach Überquerung der Werra bewegen wir uns Richtung Zentrum und mit Ankunft auf dem Marktplatz haben wir unser Ziel erreicht. Wir melden uns in der "Rhönbuchhandlung", erhalten dort unsere "Pilgerurkunde" und einen kleinen Anstecker und werden schließlich zur Pilgerherberge begleitet. Die Unterkunft ist wunderbar und so machen wir uns frisch für´s Abendessen, während draußen der Regen prasselt - Glück gehabt ;-). Unsere Ankunft in Vacha feiern wir mit einem guten Abendessen im "Rathauskeller". Für Margret gibt´s eine Soljanka und ich gönne mir eine Roulade mit Rotkohl und Klößen. Nach dem leckeren Rotwein trinken wir in der Herberge noch eine Tasse Tee, bevor wir erschöpft in die Betten fallen. Am nächsten Tag werfen wir noch eine letzten Blick auf den Storchenturm, bevor wir Vacha "Das Tor zur Rhön" Richtung Heimat verlassen.



Sonntag, 15. November 2015

28. Oktober 2015 Klimapilgern: Leverkusen-Opladen - Köln 22,1 km


Auch heute starten wir nach einer sehr schönen Andacht. Das Wetter zeigt sich ein wenig unbeständig, aber wir sind kleigungsmäßig alle gut ausgestattet. An unserem ersten Kraftpunkt des Tages erhalten wir einige Informationen über die renaturierte Dhünn - Wupperverband


Unser weiterer Weg führt uns zum Neuland-Park Leverkusen. Hierbei handelt es sich um eine alte Werksdeponie der Bayer AG. Auf dem Gelände wurden Bauschutt, hausmüllähnliche Abfälle und Chemierückstände abgelagert. Unfassbarerweise haben dort ab den 50er Jahren sogar Menschen gewohnt. Später wurde alles abgerissen, die vergifteten Erdschichten aufwändig abgedichtet und ein Landesgartenschau darauf errichtet.


Hinter Mauern verborgen und gut abgeschottet liegt der Chempark Leverkusen. Es macht den Eindruck, als ob niemand sehen soll, was hinter diesen Mauern passiert. Die rein- und rausströmenden Mitarbeiter der ansässigen Betriebe beäugen uns misstrauisch. 


Aber BAYER macht gute Mine zum Bösen Spiel und wirbt mit "Wissenschaft für ein besseres Leben". Dann erhalten wir sehr interessante Info´s von der Coordination gegen BAYER-Gefahren CBG über die wahren Beweggründe dieses Großkonzerns und seiner Verschleierungs-Methoden.

 

Meiner Meinung nach war die Präsenz der Presse bis hier auffällig zurückhaltend - liegt das an der Macht gewisser Großkonzerne, daß nicht über unsere Aktion berichtet wurde? Weiter geht´s Richtung Köln-Stammheim. Dort angekommen bewundern wir die Holzkonstruktion der Immanuelkirche.


Nun wird es langsam Zeit für ein Mittagessen und eine größere Pause im Peter-Beier-Haus. Die heiße Mahlzeit und ein Stück Kuchen weckt erneut die Lebensgeister, so daß nichts mehr aufhalten kann auf dem Weg nach Köln: "Isch möösch zo Fooß noh Kölle jon"


Wir pilgern weiter am Rhein entlang und schon bald erblicken wir den Kölner Dom. Das Wetter wird ein wenig schöner und teilweise kommt sogar die Sonne wieder zum Vorschein.


Der größte Teil der Gruppe unterquert den Rhein im Fernwärmetunnel. Ich entscheide mich zusammen mit ein paar anderen Pilgern für die Überquerung des Rhein auf der Hohenzollernbrücke, da wir die Aussicht auf den Dom genießen möchten.


Bevor wir den Dom betreten wird wieder fleißig gefilmt und interviewt. Unter dem Motto der Bibelstelle "Kommt mit.....und ruht ein wenig aus (MK 6,30-34)" findet die Andacht im Kölner Dom direkt am Dreikönigenschrein statt. Anschließend werden wir mit dem Wasserstoffbus zum DPSG-Gästehaus gebracht, wo ich langsam Abschied nehmen kann von der Pilgergruppe.


Am nächsten Morgen wird noch einmal in Ruhe gefrühstückt, bevor es zu einem letzten Sightseeing in die Innenstadt von Köln geht. Nach einer sehr ereignisreichen und informativen Zeit bei den "Klimapilgern" wünsche ich diesen für ihren weiteren Weg ein "Buen Camino" und reise mit der Bahn wieder in meine Heimatstadt.