Montag, 19. Oktober 2015

19. Oktober 2015 Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Nächste Woche werde ich für 3 Tage beim Klimapilgern auf dem Ökumenischen Pilgerweg teilnehmen. Die Anreise nach Wuppertal ist für Sonntag geplant. Dort werde ich im Ev. Tagungszentrum übernachten. Ab dem nächsten Tag erwarten mich dann folgende Etappen:

1. Etappe: 26.10.2015 Wuppertal nach Solingen (21 km)
2. Etappe: 27.10.2015 Solingen nach Leverkusen Opladen (23 km)
3. Etappe: 28.10.2015 Leverkusen-Opladen nach Köln (22 km)

Hier angekommen werde ich in Köln nochmal übernachten und am Nachmittag des nächsten Tages geht es wieder nach Hause. Ich werde hoffentlich viele nette Menschen kennenzulernen, die auch ein großes Interesse daran haben, sich für die wichtigen Probleme unserer Gesellschaft (Menschlichkeit, Sozialstaat, Demokratie, Umweltschutz, Fairer Welthandel usw.) zu engagieren.

Sonntag, 19. Juli 2015

17. Mai 2014 Eisenach - Oberellen 15,5 km


Kurz nach 8 Uhr finden wir uns im Frühstücksraum für Gäste und Pilger ein. Dort treffen wir auf Mitglieder des amerikanischen Wartburgchores. Wir unterhalten uns sehr gut mit den supernetten jungen Männern. Anschließend werden wir herzlich von den Schwestern des Diakonischen Mutterhauses verabschiedet. Wir bekommen noch ein wenig von dem wunderschönen Eisenach zu Gesicht: Bachhaus, Lutherhaus usw., bevor es zum sehr steilen Aufstieg zur Wartburg geht. Als wir die Esel-Station erreichen ist der Anstieg nicht mehr ganz so extrem und wir können schon die fantastische Aussicht auf den Thüringer Wald genießen. Die Ankunft auf der Wartburg nutzen wir für eine kleine Pause. Nachdem ich wieder zu Atem gekommen bin ;-), starte ich eine Besichtigungs-Tour auf der wunderschönen Burganlage - ich bin begeistert. Das Wetter ist uns wohlgesonnen und so genießen wir unseren weiteren Weg durch den Thüringer Wald. Auf der "Sängerwiese" gönnen wir uns ein Eis und weiter geht´s bis zur Schutzhütte "Wilde Sau". Hier wird es Zeit für eine ausgiebige Pause. Es gesellen sich immer wieder Bsucher des heute stattfindenden "Rennsteig-Laufes" zu uns. Man berichtet uns, daß diese um 6 Uhr in der Früh in Eisenach gestartet sind. Frisch gestärkt führt uns der Weg noch ein Stück den Rennsteig entlang, bevor wir diesen Richtung Hütschdorf verlassen. Dort gibt es auch eine Übernachtungsmöglichkeit, aber wir entscheiden uns für die Pension Stützel in Oberellen. Der lustige "Herbergsvater" hat den Schalk im Nacken und so muß er erstmal schau´n, ob in den Räumlichkeiten überhaupt noch Platz ist. Es stellt sich natürlich raus, daß keine Reservierungen vorliegen ;-), so daß wir freie Auswahl haben. Wir lachen viel zusammen und den kleine Abend-Snack (Strammen Max) bekommen wir sogar auf´s Zimmer geliefert. Es wird ein sehr schöner Abend und so haben wir auch die nötige bettschwere. Leider findet in der Nähe der Pension wohl eine größere Party statt, so daß wir nicht so gut schlafen können wie erhofft - Schade. Naja, die nächste Nacht wird bestimmt wieder besser :-).


16. Mai 2014 Gotha-Siebleben - Eisenach 14,7 km


Wir erwachen um 7:30 Uhr. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, werden wir von der musikalischen Pilger-Mutter noch zu einem Kaffee bei Flöten-Musik eingeladen. Wir genießen das Live-Konzert und nehmen anschließend den Tipp zur Fortsetzung unseres Weges in den Hörselbergen gerne auf. Am Hauptbahnhof von Gotha erfahren wir wieder einmal eine enorme Hilfsbereitschaft. Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke erteilen uns bereitwillig Auskunft über das benötiget Zugticket und die Abfahrtszeiten des Zuges nach Sättelstädt :-). Im Bahnhofs-Cafe erstehen wir noch einen Kaffee und eine Mohn-Schnecke, so daß unserem Aufbruch nichts mehr im Wege steht. In Sättelstädt angekommen gleichen wir den Wanderweg mit einigen freundlichen Radwanderfahrern ab: Wegmarkierung: "weiß-rot-weiß" anstatt "weiß-grün-weiß" - alles klar. So finden wir an einem Sendemast auch die Markierung für den Jakobsweg wieder. Ein wundervolles Panorama lädt zu einer Rast ein. Am Gasthaus "Hörselberghaus" gönnen wir uns dann noch eine original "Thüringer Bratwurst" - köstlich :-). Zum Abschluß erhalten wir einen Stempel für unseren Pilgerpass und werden auf dem Weg weitergeleitet. Meistens sind die "Muschel-Wegweiser" gut zu finden, nur den Jesusbrunnen finden wir leider nicht und so geht es auch mal ein Stück zurück in die Gegenrichtung. Der "Kammweg" führt uns auf wunderschönen Waldwegen über die Hörselberge. Dann folgt der Abstieg Richtung "Wutha Bahnhof". Dort entscheiden wir uns nochmals für den Zug, da der Weg nach Eisenach sehr schlecht ausgeschildert sein soll. Am "Bahnhof Eisenach" orientieren wir uns Richtung Nicolaikirche und finden unsere Herberge auf Anhieb. Herzlich werden wir im Diakonissenmutterhaus empfangen. Ein riesiger Schlafsaal  mit Aufenthaltsraum erwartet uns. Dusche und Wäsche waschen sind hier auch kein Problem, so das wir es ausgiebig genießen. Nach einem heißen Tee, dürfen wir um 18:30 Uhr an der "Lobpreisung" mit den Schwestern des Diakonie-Ordens teilnehmen. Es ist sehr emotional für uns und wir erhalten zum Abschluß eine kleine "Ton-Plakette",welche uns auf unserem (Lebens-)Weg begleiten soll :-). Anschließend noch ein schnelles (Late-Night-)Shopping ;-) und so erstehen wir unser reichhaltiges Pilgermenü.

Dienstag, 2. Juni 2015

15. Mai 2014 Erfurt - Gotha-Siebleben 20,1 Km


Es war eine erholsame Nacht und ein nettes Frühstück u.a. mit Orangen (aus dem gestrigen Pilgerkorb) gibt uns Kraft und Energie für einen neuen Wandertag. Ein tolles Gespräch mit der Dame aus dem CVJM-Büro, wo wir unseren Stempel erhalten und unseren Obulus entrichten, läßt uns mit guten Gedanken diese Haus verlassen. Die Luft ist noch kühl und so lassen wir Erfurt flott hinter uns und bewegen uns Richtung Schmira. Die Sonne wärmt uns langsam auf und da auch der Wind kaum zu spüren ist, empfinden wir unser erstes Picknick des Tages als sehr angenehm. Leider hält das Wetter nicht, was es verspricht und so legt der Wind wieder zu und auch einige Regentropfen mischen sich darunter. Der Weg führt uns hauptsächlich zwischen Feldern entlang und die folgenden Pausen fallen kurz aus. Wir suchen gezielt nach windgeschützten Sitzbänken oder Bushaltestellen. Ein nettes "Hallo" einer Gruppe von Arbeitern (welche eine Windkraftanlage installieren) und eine freundliche Weg-Auskunft eines LKW-Fahrers vesüßen uns den Tag ;-). Irgendwann im Laufe des Nachmittages erreichen wir unsere Unterkunft in Gotha-Siebleben. Es ist ein Zimmer im Dach über der Werkstatt der Familie, welches von Außen über eine Leiter zu erklimmen ist. Wir nennen es liebevoll unser "Pilger-Baumhaus". Für die Körperpflege können wir das Badezimmer der Familie benutzen, welches sich im Haupthaus befindet. Unser Abendessen besorgen wir uns in einem nahegelegenen Supermarkt, da die Gaststätte heute leider wegen eines Krankheitsfalles geschlossen ist - schade :-( . Wir nutzen die Gemütlichkeit des Baumhaus und bei Kerzenschein genießen wir geräucherte Forelle, Heringsfilet, Brot, Antipasti & Wein. Das ist wieder einmal ein schöner Abschluß für einen anstrengenden Pilgertag :-))).

Dienstag, 12. Mai 2015

14. Mai 2014 Buttelstedt - Erfurt 19,5 km

 

Nach einem unruhigen Schlaf erwartet uns ein gutes Frühstück. Schnell noch die Wäsche eingesammelt, ein Shopping-Trip im Supermarkt nebenan und schon werden wir mit netten Worten des Pensions-Betreibers wieder auf den Weg geschickt. Die Zeit vergeht schnell bei tollen Gesprächen. Ein Sonne-Wolken-Mix begleitet uns und schließlich wird es Zeit für eine erste Pause. Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht, da fallen schon die ersten Regentropfen und urplötzlich verwandelt es sich in einen kräftigen Hagelschauer. Wir packen blitzartig zusammen und legen einen Turbo-Aufbruch hin. Auch danach ist uns das Wetter nicht wohlgesonnen. Die Witterung ist so ungünstig, daß wir ständig unsere Kleidung wechseln: Jacke an - Jacke aus; Poncho an - Poncho aus. Naja, was macht man nicht alles für die Pilgerei ;-) . Die nächsten beiden Pausen verbringen wir somit direkt in den Wartehäusern von Bushaltestellen. Dort treffen wir auch eine Dorfbewohnerin, mit der wir uns über die Nähe des Dorfes zum KZ Buchenwald unterhalten. Wir empfinden das als sehr bedrückend, aber die Dorfbewohner haben damit zu leben gelernt. Auf dem Weg nach Vieselbach zwischen den Feldern fällt uns ein merkwürdiger Gegenstand in einem Baum auf. Als wir diesen erreichen, entpuppt es sich als kleine Holzkörbchen mit der Aufschrift "Für Pilger". Wir ziehen den Korb an uns heran und betrachten den Inhalt: Flasche Wasser, Äpfel, Müsli-Riegel usw.. Wahnsinn - so eine tolle Idee. Schön, daß das hier funktioniert. Bei uns wäre wahrscheinlich schon alles geklaut worden oder durch Vandalismus zerstört. Margret nimmt sich ein Wasser und Orangen, ich mir einen Apfel und wir hinterlassen einen Obulus in der Spendenbox und einen kleine Dank :-) .So ist unsere Laune trotz des schlechten Wetters auf dem höchsten Stand. Weiter geht´s zwischen den Feldern und irgendwann erreichen wir Vieselbach. Dort entscheiden wir uns den Rest der heutigen Etappe nach Erfurt mit der Straßenbahn zu fahren. In der City angekommen beginnen wir mit der Suche nach der CVJM-Herberge. Leider ist diese (und auch die Straße auf der sie sein soll) kaum bekannt und so irren wir sehr lange durch die Stadt. Nach vielen Fragen bei sehr netten und hilfsbereiten Menschen erreichen wir endlich die Herberge. Zunächst ist unklar, ob wir hier übernachten können, da an diesem Abend eine Veranstaltung im Hause stattfindet. Nach Rückfrage und mit viel Überredungskunst dürfen wir aber den Trakt mit Schlaf-, Waschräumen und Küche benutzen. Wir sind seelig vor Glück, denn es war heute trotz der geringen Kilometerzahl eine anstrengende Tour. Da wir aber noch unsere Einkäufe erledigen müssen und ich noch ein paar Fotos von der wunderschönen Altstadt haben möchte, machen wir uns nochmal auf den Weg. Wieder zurück in der Herberge kochen wir Pellkartoffeln und genießen diese mit Sour Cream & Gurken-Dill-Ouark, dazu gibt es einen Salat mit Oliven. Abgerundet wird das Ganze durch einen Nachtisch und eine Flasche Wein. Nun sind wir wieder gestärkt und folgen den Gesängen, welche wir aus dem benachbarten Saal vernehmen. Es ist eine Gruppe junger Leute, welche sich regelmäßig in diesem Haus treffen und anhand von Gesängen und Texten ihre Lobpreisung an Jesus Christus zum Ausdruck bringen. Wir werden eingeladen daran teilzunehmen und erfahren hier einen wundervollen Abschluß unseres heutigen Pilgertages.

Sonntag, 19. April 2015

14. April 2015 Jakobsweg Essen-Kettwig - Ratingen 12 km

Bei herrlichem Sonnenschein geht es mit dem Zug bis zum alten Bahnhof Kettwig. Von dort aus gehts bis in die Altstadt.


Hinter der evangelischen Kirche am Markt steige ich die Treppe zwischen wunderschönen Fachwerkhäusern hinab.


Unten angekommen hat man nochmal einen herrlichen Blick auf Kettwig. Dort überquere ich die Ruhrbrücke.


Am Höseler Weg geht es immer berauf, bis endlich den Wald erreiche. Der Weg ist weitgehend asphaltiert und führt immer wieder durch Siedlungen und an Feldern vorbei.


In Hösel wird man durch ein sehr schön gestaltetes Jakobswegs-Schild begrüßt.


Irgendwann passiere ich die Brücker Mühle und Nähere mich langsam dem historischen Stadtkern von Ratingen.


Ich erreiche die Fußgängerzone und schließlich den Marktplatz von Ratingen.


Buen Camino :-)

13. Mai 2014 Punschrau - Buttelstedt 29 km


Das Wetter läßt leider zu wünschen übrig, also beginnen wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück. Der Wind hat nachgelassen, aber der Regen wird ein ständiger Begleiter, so daß heute die Regenponchos unser wichtigster Ausrüstungsgegenstand sind. Der Weg führt uns über wechselnde Straßen und als es Zeit für eine Pause wird, muß eine Bushaltestelle herhalten. Dort sind wir geschützt vor Wind und Regen. Die letzten Vorräte werden aufgebraucht und erst in einer Bäckerei wieder aufgefüllt. Der Regen läßt kurzzeitig nach, so daß wir wieder eine Pause auf den Bänken vor einer Kirche wagen. Diese müssen wir aber schnell abbrechen und weiter geht´s. Regen, Regen, Regen - von unserer Umgebung bekommen wir leider nicht viel mit. Nach einer endlosen Strecke über Feldwege, welche bei schönem Wetter bestimmt angenehm zu laufen sind, erreichen wir eine Gaststätte in Oberreißen. Im Eingangsbereich werden wir mit einem Schild "Thüringer Gastlichkeit" empfangen. Leider scheint das auf diesen Gastwirt nicht zuzutreffen. Wir nutzen aber trotzdem den warmen Gastraum und können auch unsere Ponchos ein wenig trocknen. Die bestellten Suppen und der Tee sind sehr lecker, so daß wir über die Unfreundlichkeit des Hausherren hinweg sehen können. Zum Glück war dies auch eine, von zwei grossen Ausnahmen. Wir sind von den Thüringern immer sehr herzlich empfangen worden :-) . Danach war Turbo-Pilgern angesagt, da es schon relativ spät war. Das Wetter hatte ein Einsehen und wir konnten unser Wanderung bis Buttelstedt ohne Regen beenden. Ein Anklingeln bei der im Pilgerführer aufgeführten Herberge ergab leider, diese nicht mehr existierte. Die ehemalige Herbergsmutter maulte uns an, daß dies doch schon bekannt sein müßte. Wir sollten doch in den nächsten 10 km entfernten Ort gehen, um in der dortigen Herberge unterzukommen. Das war für uns natürlich keine Option, da wir ja schon fast 30 km am heutigen Tage gewandert sind. Auf dem Weg zur Herberge sind wir aber an der Pension "Zum weissen Roß" vorbeigekommen, wo wir nachfragen wollten. Vorsichtig traten wir ein und wurden mit einem strahlendem Lächeln vom Gastwirt empfangen: "Heute sei unser Glückstag, denn er hätte tatsächlich ein freies Zimmer für uns. Gestern noch wäre alles ausgebucht gewesen. Und wenn wir bis 19 Uhr fertig sind, könnten wir auch noch ein Abendessen bekommen." Wir orderten das volle Programm, gaben Vollgas bei der Körperpflege und saßen schließlich glücklich und zufrieden bei "Schweine-Kamm mit Thüringer Klößen und Apfelrotkohl" im Gastraum. Nach dem Essen setzte sich der Gastwirt zu uns an den Tisch und wir erfuhren mal wieder jede Menge von dem Leben der Menschen zu DDR-Zeiten. Es war ein wunderschöner Abend, welchen wir bei einem Glas Wein ausklingen ließen.