Sonntag, 20. Mai 2012

20.Mai 2012 Jetzt kann´s losgehen :-)


Irischer Reisesegen - ein Lied
1. Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf deine Felder, und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
Ref.: Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
2. Führe die Straße, die du gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab; hab`, wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
Ref.: Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
3. Hab` unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt: Du bist schon tot.
Ref.: Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
4. Bis wir uns `mal wieder sehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt, er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.
Ref.: Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.
Quelle unbekannt

Das war das Abschlußlied der Sonntagsmesse von letzter Woche. Der (Vertretungs-)Kantor/Organist spielte die erste Strophe und schon war er weg, da er in einer anderen Kirche auch noch gebraucht wurde. Der Pastor war aber erst auf dem halben Weg aus der Kirche und die Gemeinde so schockiert über das plötzliche Ende, das wir spontan die restlichen Strophen sangen - dann halt ohne Orgel. Danach herrschte eine so emotionale Atmosphäre, daß mir die Tränen in den Augen standen. Ich empfand dieses Lied als Aussendung auf meinen Pilgerweg.
So, jetzt kann es also losgehen. Ich habe tatsächlich noch alles geschafft und morgen um diese Zeit bin ich schon auf dem Weg zum Flughafen Düsseldorf. Ich werden dann wie immer nach meiner Rückkehr berichten, wie es mir in diesem Jahr auf dem Camino ergangen ist.
Buen Camino an Alle die jetzt auf dem Weg sind oder sich in nächster Zeit auf den Weg begeben.



Montag, 7. Mai 2012

07.Mai 2012 Camino 2012 ab Burgos


Noch 14 Tage, dann geht es los - Panik. Irgendwie habe ich das Gefühl noch gar nicht vorbereitet zu sein. Der Rucksackinhalt schwirrt in der Gegend herum. Die Wanderschuhe sind noch nicht imprägniert. Die Reiseunterlagen befinden sich an den unterschiedlichsten Stellen. Das Fußgelenk muß noch ruhen, da es in letzer Zeit Probleme machte. Am Wahlsonntag wird gearbeitet - wir wühlen uns dann mal wieder unfreiwillig durch die Wahlscheine und Stimmzettel ;-). Der Garten muß noch hergerichtet (caminofest) werden. Und die Vorbereitungen für zwei Party´s stehen auch noch an. Aber dann ist es eeeeeeendlich soweit.
Buen Camino

28.April 2012 Pilgern im Pott - Dortmund, Stadtmitte über Holzwickede zur Emscherquelle 23,5 km














Sonntag, 1. April 2012

01.April 2012 Planung Camino 2012 Teil 2

Dies ist jetzt kein Aprilscherz, aber die Planungen sind nochmal komplett umgeworfen. Die Flüge nach Oviedo waren so teuer, daß Margret ihr Vorhaben auf nächstes Jahr verschoben hat und ich mich aus Kostengründen nochmals für den Camino Frances entschieden habe. Ich konnte einen günstigen Flug nach Barcelona ergattern, von wo aus ich mit dem Bus nach Burgos fahren werde, so daß ich erneut die Meseta erpilgern kann. Drei mögliche Zielorte sind Astorga, Ponferrada oder Villafranca del Bierzo, je nachdem wie weit ich es schaffen werde. Nach Beendigung der Pilgerschaft geht´s wieder zurück nach Barcelona und ich kann diese wunderbare Stadt zum Abschluß erleben.

31.März 2012 Pilgern im Pott - Recklinghausen-Suderwich, Kreuzkirche nach Datteln-Henrichenburg, Friedenskirche 10 km

Heute nehmen wir nur eine kleine 10-km-Etappe in Angriff. Die Kreuzkirche ist leider noch nicht geöffnet, so daß es sofort los geht. Die ersten großen Straßen lassen wir, nach einem kurzen Gespräch mit einem älteren Herren, welcher uns auf unser Wander-Outfit anspricht, schnell hinter uns.

Wir erreichen das Naherholungsgebiet Brandheide, wodurch die Wanderung zwischen Wäldern und Wiesen direkt angenehmer ist. Anschließend erreichen wir den Weg entlang der Emscher. Dieser scheint nicht so beliebt zu sein, da wir hier fast alleine unterwegs sind.

Diese Ruhe genießen wir, bis wir nach einer Brückenüberquerung den Weg entlang des Rhein-Herne-Kanals erreichen. Nach ca. 1 1/2 Stunden wird es Zeit für unser Mittagspicknick, da sich das Wetter zu verschlechtern scheint.

Trotz des kalten Windes belegen wir eine Bank am Rhein-Herne-Kanal mit Aussicht auf ein hübsches Fachwerkhaus. Die Alu-Matten werden ausgebreitet, die Regenponchos übergestreift, das Buffet ;-) aufgebaut und schon sind wir die Attraktion für vorbeirauschende Jogger und Radfahrer, welche uns einen guten Appetit wünschen.

Danach ist es nicht mehr weit bis zu unserem heutigen Tagesziel. Erst folgt ein kleiner Hafen, dieser wird umrundet und man stößt auf das "Alte Schiffshebewerk Henrichenburg".

Nach einer kurzen Besichtigung laufen wir noch zwei Straßen weiter und erreichen Friedenskirche mit dem großen Schiffsanker vor dem Eingang.

Leider ist auch diese Kirche geschlossen, so daß wir zum Abschluß in einem griechischen Restaurant einen Kaffee trinken.

Die Wirtin ist sehr interessiert und gibt uns sogar einen Stempel in unsere Pilgerpässe, so daß wir eine schöne Erinnerung an den Ort Datteln-Henrichenburg mit auf den Weg bekommen.

Montag, 7. November 2011

05.November 2011 Pilgern im Pott - Herten, Schlosskapelle über Scherlebeck, Gustav-Adolf-Kirche nach Recklinghausen-Suderwich, Kreuzkirche 19,5 km

Von der Schlosskapelle aus starten wir heute wieder zu Dritt. Bei gutem trocken Wetter pilgern wir durch den Schlosspark, einen weiteren Park und an unglaublich vielen Fußbalplätzen vorbei - man merkt, daß man sich noch in der Nähe von Gelsenkirchen "Schalke" befindet.


Einen Fahrradweg entlang, erneut durch einen Park bewegen wir uns Richtung Herten-Scherlebeck. Dort angekommen besorgen wir uns einen Cafe-to-go, halten an dieser in den Boden eingelassenen Gedenktafel inne, welches uns an die "Stolpersteine" unserer Stadt erinnert und erreichen schließlich die Gustav-Adolf-Kirche.


Nun folgt unser Frühstückspicknick. Die Kirche können wir leider nicht besichtigen, da sie verschlossen ist. Auch ein netter Platz zum verweilen existiert hier nicht, so daß uns nur eine Sitzgelegenheit auf Elefantenfüßen bleibt.


Gut erholt laufen wir weiter und durchqueren eine ländlich geprägte Gegend. Wunderschöne Anwesen mit Bauernhäusern im Fachwerkstil kreuzen unseren Weg.


Eine sehr idyllische Atmosphäre mit Obst- und Gemüseverkauf umpfängt uns. Wir können uns gerade eben noch zurückhalten mehrere Kilo Äpfel, Kartoffeln und einen Riesenkürbis zu kaufen und in unsere Rucksäcke zu packen ;-).


Zwischendurch machen wir Halt für ein weiteres Picknick am Ruhrfestspielhaus. Wir wiederstehen den Verlockungen eines Imbiss-Standes und beobachten die Besucher eines Kunst- und Antikmarktes.


Der anschließende Weg führt uns durch Alleen und an einem gut genutzten Golfplatz vorbei. Dort haben wir die Befürchtung einen Golfball an den Kopf zu bekommen. Das ist nicht ganz ungegründet, wie uns später ein aufgestelltes Schild "Vorsicht fliegende Golfbälle" bestätigt ;-).


Nun erreichen wir die Alstadt von Recklinghausen, welche wirklich Charme hat. Straßennamen wie Gräfenwall, Herzogwall und Münsterstrasse erzählen ihre eigene Geschichte.


Durch das Gewimmel der Shopping-Wütigen :-), an mehreren Facherwerkhäusern vorbei, wandern wir aus der Altstadt/Innenstadt heraus.


Die leichte Bewölkung reißt nun ganz auf und so pilgern wir bei herrlichstem Sonnenschein an einem Samstag Anfang November auf langen Feldwegen. Es kommt sogar ein wenig Jakobsweg-Feeling auf, als am Ende der Felder erst einmal nur die Kirche des Stadtteils Suderwich zu sehen ist.


Dort angekommen überqueren wir einen kleinen Adventsmarkt mit der Möglichkeit zum Erwerb der unterschiedlichsten Speisen, Getränke und Geschenkwaren. Auch ein paar Ponys, Esel und Schafe gibt es zu bestaunen.




Wir verlassen auch diesen Ort, um unser entgültiges Ziel für heute zu erreichen. Die Kreuzkirche liegt am Rande des Stadtteils Suderwich und ist zu unserer Überraschung sogar geöffnet. Die Kirche besticht durch ihre Helligkeit und das wunderschöne Farbenspiel, welches wir ja aufgrund des sonnigen Tages vollauf genießen können.





Die Bushaltestelle ist zum Glück um die Ecke, so daß wir problemlos zum Schloß Herten zurückfahren können, wo das Auto brav gewartet hat.