Dienstag, 2. Juni 2015

15. Mai 2014 Erfurt - Gotha-Siebleben 20,1 Km


Es war eine erholsame Nacht und ein nettes Frühstück u.a. mit Orangen (aus dem gestrigen Pilgerkorb) gibt uns Kraft und Energie für einen neuen Wandertag. Ein tolles Gespräch mit der Dame aus dem CVJM-Büro, wo wir unseren Stempel erhalten und unseren Obulus entrichten, läßt uns mit guten Gedanken diese Haus verlassen. Die Luft ist noch kühl und so lassen wir Erfurt flott hinter uns und bewegen uns Richtung Schmira. Die Sonne wärmt uns langsam auf und da auch der Wind kaum zu spüren ist, empfinden wir unser erstes Picknick des Tages als sehr angenehm. Leider hält das Wetter nicht, was es verspricht und so legt der Wind wieder zu und auch einige Regentropfen mischen sich darunter. Der Weg führt uns hauptsächlich zwischen Feldern entlang und die folgenden Pausen fallen kurz aus. Wir suchen gezielt nach windgeschützten Sitzbänken oder Bushaltestellen. Ein nettes "Hallo" einer Gruppe von Arbeitern (welche eine Windkraftanlage installieren) und eine freundliche Weg-Auskunft eines LKW-Fahrers vesüßen uns den Tag ;-). Irgendwann im Laufe des Nachmittages erreichen wir unsere Unterkunft in Gotha-Siebleben. Es ist ein Zimmer im Dach über der Werkstatt der Familie, welches von Außen über eine Leiter zu erklimmen ist. Wir nennen es liebevoll unser "Pilger-Baumhaus". Für die Körperpflege können wir das Badezimmer der Familie benutzen, welches sich im Haupthaus befindet. Unser Abendessen besorgen wir uns in einem nahegelegenen Supermarkt, da die Gaststätte heute leider wegen eines Krankheitsfalles geschlossen ist - schade :-( . Wir nutzen die Gemütlichkeit des Baumhaus und bei Kerzenschein genießen wir geräucherte Forelle, Heringsfilet, Brot, Antipasti & Wein. Das ist wieder einmal ein schöner Abschluß für einen anstrengenden Pilgertag :-))).

Dienstag, 12. Mai 2015

14. Mai 2014 Buttelstedt - Erfurt 19,5 km

 

Nach einem unruhigen Schlaf erwartet uns ein gutes Frühstück. Schnell noch die Wäsche eingesammelt, ein Shopping-Trip im Supermarkt nebenan und schon werden wir mit netten Worten des Pensions-Betreibers wieder auf den Weg geschickt. Die Zeit vergeht schnell bei tollen Gesprächen. Ein Sonne-Wolken-Mix begleitet uns und schließlich wird es Zeit für eine erste Pause. Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht, da fallen schon die ersten Regentropfen und urplötzlich verwandelt es sich in einen kräftigen Hagelschauer. Wir packen blitzartig zusammen und legen einen Turbo-Aufbruch hin. Auch danach ist uns das Wetter nicht wohlgesonnen. Die Witterung ist so ungünstig, daß wir ständig unsere Kleidung wechseln: Jacke an - Jacke aus; Poncho an - Poncho aus. Naja, was macht man nicht alles für die Pilgerei ;-) . Die nächsten beiden Pausen verbringen wir somit direkt in den Wartehäusern von Bushaltestellen. Dort treffen wir auch eine Dorfbewohnerin, mit der wir uns über die Nähe des Dorfes zum KZ Buchenwald unterhalten. Wir empfinden das als sehr bedrückend, aber die Dorfbewohner haben damit zu leben gelernt. Auf dem Weg nach Vieselbach zwischen den Feldern fällt uns ein merkwürdiger Gegenstand in einem Baum auf. Als wir diesen erreichen, entpuppt es sich als kleine Holzkörbchen mit der Aufschrift "Für Pilger". Wir ziehen den Korb an uns heran und betrachten den Inhalt: Flasche Wasser, Äpfel, Müsli-Riegel usw.. Wahnsinn - so eine tolle Idee. Schön, daß das hier funktioniert. Bei uns wäre wahrscheinlich schon alles geklaut worden oder durch Vandalismus zerstört. Margret nimmt sich ein Wasser und Orangen, ich mir einen Apfel und wir hinterlassen einen Obulus in der Spendenbox und einen kleine Dank :-) .So ist unsere Laune trotz des schlechten Wetters auf dem höchsten Stand. Weiter geht´s zwischen den Feldern und irgendwann erreichen wir Vieselbach. Dort entscheiden wir uns den Rest der heutigen Etappe nach Erfurt mit der Straßenbahn zu fahren. In der City angekommen beginnen wir mit der Suche nach der CVJM-Herberge. Leider ist diese (und auch die Straße auf der sie sein soll) kaum bekannt und so irren wir sehr lange durch die Stadt. Nach vielen Fragen bei sehr netten und hilfsbereiten Menschen erreichen wir endlich die Herberge. Zunächst ist unklar, ob wir hier übernachten können, da an diesem Abend eine Veranstaltung im Hause stattfindet. Nach Rückfrage und mit viel Überredungskunst dürfen wir aber den Trakt mit Schlaf-, Waschräumen und Küche benutzen. Wir sind seelig vor Glück, denn es war heute trotz der geringen Kilometerzahl eine anstrengende Tour. Da wir aber noch unsere Einkäufe erledigen müssen und ich noch ein paar Fotos von der wunderschönen Altstadt haben möchte, machen wir uns nochmal auf den Weg. Wieder zurück in der Herberge kochen wir Pellkartoffeln und genießen diese mit Sour Cream & Gurken-Dill-Ouark, dazu gibt es einen Salat mit Oliven. Abgerundet wird das Ganze durch einen Nachtisch und eine Flasche Wein. Nun sind wir wieder gestärkt und folgen den Gesängen, welche wir aus dem benachbarten Saal vernehmen. Es ist eine Gruppe junger Leute, welche sich regelmäßig in diesem Haus treffen und anhand von Gesängen und Texten ihre Lobpreisung an Jesus Christus zum Ausdruck bringen. Wir werden eingeladen daran teilzunehmen und erfahren hier einen wundervollen Abschluß unseres heutigen Pilgertages.

Sonntag, 19. April 2015

14. April 2015 Jakobsweg Essen-Kettwig - Ratingen 12 km

Bei herrlichem Sonnenschein geht es mit dem Zug bis zum alten Bahnhof Kettwig. Von dort aus gehts bis in die Altstadt.


Hinter der evangelischen Kirche am Markt steige ich die Treppe zwischen wunderschönen Fachwerkhäusern hinab.


Unten angekommen hat man nochmal einen herrlichen Blick auf Kettwig. Dort überquere ich die Ruhrbrücke.


Am Höseler Weg geht es immer berauf, bis endlich den Wald erreiche. Der Weg ist weitgehend asphaltiert und führt immer wieder durch Siedlungen und an Feldern vorbei.


In Hösel wird man durch ein sehr schön gestaltetes Jakobswegs-Schild begrüßt.


Irgendwann passiere ich die Brücker Mühle und Nähere mich langsam dem historischen Stadtkern von Ratingen.


Ich erreiche die Fußgängerzone und schließlich den Marktplatz von Ratingen.


Buen Camino :-)

13. Mai 2014 Punschrau - Buttelstedt 29 km


Das Wetter läßt leider zu wünschen übrig, also beginnen wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück. Der Wind hat nachgelassen, aber der Regen wird ein ständiger Begleiter, so daß heute die Regenponchos unser wichtigster Ausrüstungsgegenstand sind. Der Weg führt uns über wechselnde Straßen und als es Zeit für eine Pause wird, muß eine Bushaltestelle herhalten. Dort sind wir geschützt vor Wind und Regen. Die letzten Vorräte werden aufgebraucht und erst in einer Bäckerei wieder aufgefüllt. Der Regen läßt kurzzeitig nach, so daß wir wieder eine Pause auf den Bänken vor einer Kirche wagen. Diese müssen wir aber schnell abbrechen und weiter geht´s. Regen, Regen, Regen - von unserer Umgebung bekommen wir leider nicht viel mit. Nach einer endlosen Strecke über Feldwege, welche bei schönem Wetter bestimmt angenehm zu laufen sind, erreichen wir eine Gaststätte in Oberreißen. Im Eingangsbereich werden wir mit einem Schild "Thüringer Gastlichkeit" empfangen. Leider scheint das auf diesen Gastwirt nicht zuzutreffen. Wir nutzen aber trotzdem den warmen Gastraum und können auch unsere Ponchos ein wenig trocknen. Die bestellten Suppen und der Tee sind sehr lecker, so daß wir über die Unfreundlichkeit des Hausherren hinweg sehen können. Zum Glück war dies auch eine, von zwei grossen Ausnahmen. Wir sind von den Thüringern immer sehr herzlich empfangen worden :-) . Danach war Turbo-Pilgern angesagt, da es schon relativ spät war. Das Wetter hatte ein Einsehen und wir konnten unser Wanderung bis Buttelstedt ohne Regen beenden. Ein Anklingeln bei der im Pilgerführer aufgeführten Herberge ergab leider, diese nicht mehr existierte. Die ehemalige Herbergsmutter maulte uns an, daß dies doch schon bekannt sein müßte. Wir sollten doch in den nächsten 10 km entfernten Ort gehen, um in der dortigen Herberge unterzukommen. Das war für uns natürlich keine Option, da wir ja schon fast 30 km am heutigen Tage gewandert sind. Auf dem Weg zur Herberge sind wir aber an der Pension "Zum weissen Roß" vorbeigekommen, wo wir nachfragen wollten. Vorsichtig traten wir ein und wurden mit einem strahlendem Lächeln vom Gastwirt empfangen: "Heute sei unser Glückstag, denn er hätte tatsächlich ein freies Zimmer für uns. Gestern noch wäre alles ausgebucht gewesen. Und wenn wir bis 19 Uhr fertig sind, könnten wir auch noch ein Abendessen bekommen." Wir orderten das volle Programm, gaben Vollgas bei der Körperpflege und saßen schließlich glücklich und zufrieden bei "Schweine-Kamm mit Thüringer Klößen und Apfelrotkohl" im Gastraum. Nach dem Essen setzte sich der Gastwirt zu uns an den Tisch und wir erfuhren mal wieder jede Menge von dem Leben der Menschen zu DDR-Zeiten. Es war ein wunderschöner Abend, welchen wir bei einem Glas Wein ausklingen ließen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

12. Mai 2014 Freyburg - Punschrau 14,6 km


Nach einer unruhigen Nacht mit Alpträumen sitzen wir noch kurze Zeit zusammen mit Ute und Elisabeth, die heute ihre Heimreise antreten werden. Der Herbersvater Andreas gibt uns anschließend einen Pilgersegen mit auf den Weg, so daß wir gestärkt von tollen Begegnungen unsere Pilgerreise fortsetzen können. Für das leibliche Wohl sorgt ein Frühstück beim Bäcker mit Berliner Ballen und Cappuccino. Leider weht der Wind immer noch heftig, aber die Strecke sorgt für Ablenkung und führt uns über wunderschöne Feldwege. Kurz vor dem Zusammenfluss von Saale und Unstrut passieren wir "Steinernen Bilder". Es handelt sich um überwiegend biblische Motive, welche in den Felsen eines terrassenartigen Weinbergs gehauen wurden. Wir erreichen den Fähranleger Blütengrund und überqueren die Saale, nachdem wir den Fährmann anhand der Fähr-Glocke auf uns aufmerksam gemacht haben. "Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön..." - okay, solange waren wir auch nicht auf dem Wasser unterwegs ;-) .Es folgt eine Pause und wir beobachten die wieder häufiger auftretenden Wolken. Weiter geht´s auf windgeschützten und ungeschützten Feldwegen. Glücklicherweise sind die Wege heute mal gut ausgeschildert, so daß wir uns nicht verlaufen, was uns natürlich sehr erfreut. In Punschrau unserem Tagesziel werden wir sehr nett in der Pfarrherberge aufgenommen. Am Nachmittag wird dort noch eine Gruppe mit Kindern betreut, aber dann haben wir das Haus mal wieder für uns ganz allein. Da vor Ort keine Einkaufsmöglichkeit existiert, sind wir froh, das wir im Haus von den "Pilger-Notrationen" gebrauch machen können. Wir erwerben eine Portion Spaghetti, Wasser, Tomatensoßenpulver und Sekt. Zusammen mit unserem Pilger-Proviant zaubern wir ein reichhaltiges Abendessen. Ich telefoniere anschließend noch mit meinem Schatz und nach intensiven Gesprächen mit Margret schlummern wir bei Sekt und "Schnupp-Zeug" langsam ein.

Mittwoch, 28. Januar 2015

11. Mai 2014 Mücheln - Freyburg / Unstrut 17,6 km


Sturmtag. Das Laufen zwischen den Feldern und an der Landstrasse entlang ist einfach nur anstrengend. Wenigstens ist der erste Teil unserer heutigen Etappe gut ausgeschildert. Schließlich sind aber keine Wegzeichnungen mehr zu finden und so verlaufen wir uns mal wieder. Wir wollen Passanten nach dem Weg fragen, aber leider sind bei diesem Wetter kaum Menschen auf den Straßen unterwegs. Auf einem Feldweg neben der Landstraße stärken wir uns erst einmal. Es ist durch den starken Wind und den Lärm an der Straße nicht sehr erholsam - schrecklich. Immer weiter geht es an der Landstraße entlang, wo dann endlich auch Freyburg ausgeschildert ist. Die erste Abzweigung führt durch ein Industriegebiet, aber da verweigern wir uns. Also wieder Landstraße - das macht keinen Spaß mehr. Am liebsten würde ich wieder nach Hause fahren. Ich habe meinen Tiefpunkt erreicht. Das ständige Verlaufen macht mich echt zu schaffen. Dann erblicken wir eine Brücke über der Landstraße, welche nach einem Wanderweg aussieht. Wir erklimmen die Böschung und spähen durch den Zaun - eine gelbe Muschel - hurra :-). Jetzt müssen wir nur noch über die kleine Mauer am Rande des Zaunes klettern, die Rucksäcke rüberwerfen und schon hat uns der Pilgerweg zurück. Ein älteres Ehepaar beobachtet uns entsetzt und befürchtet zuerst wir wollten uns von der Brücke stürzen. Margret kann die Beiden beruhigen und so entsteht noch ein nettes Gespräch. Das nächste Stück ist sehr entspannt und dann - wie konnte es anders sein - ist der weitere Verlauf wieder mal unklar. Irgendwann ist Freyburg dann doch in Sicht und entschädigt uns mit einer fantastischen Aussicht auf dieses idyllisches Städtchen. Nachdem wir den steilen Abstieg bis in die malerische Alstadt geschafft haben ist die Herberge relativ schnell gefunden. Der erste Eindruck ist nicht so prickelnd, da das Pilgerzimmer doch sehr beengt ist. Wir können aber wenigstens einen Pilger-Snack zu uns nehmen und die Dusche wärmt uns auf. In der Hoffnung, das heute keine weiteren Pilger kommen, machen wir uns kurz vor einem heftigen Gewitterguss zu einer ersten Besichtigungstour auf. Der Ort ist wirklich zauberhaft und zur Überbrückung bis zum Abendessen, trinken wir in einer niedlichen Eis-Diele einen heißen Früchtetee. Das "Menü de Peregrino" ;-) nehmen wir in der Gaststätte "Zur Haldecke" ein. Wir wählen eine Flasche Wein aus einem Weingut vor Ort. Dazu gibt es für mich ein Zigeunerschnitzel mit Pommes und einen Salat. Es ergeben sich sehr intensive Gespräche als Abschluß für diesen doch sehr schwierigen Wandertag. Wobei es weniger das eigentliche Laufen war, sondern die Unsicherheit durch die wiederholten Irrwege :-(. Zurück in der Herberger hören wir uns bekannte Stimmen. Ute und Elisabeth sind auch vor Ort und trotz der Enge im Raum ist die Freude groß. Als wir die noch ausstehenden Pilger-Formalitäten erledigen, ergibt sich mit Herbergsvater Andreas ein sehr interessantes Gespräch über seine Erlebnisse während der DDR-Zeiten. Die Gute-Nacht-Geschichten finden unter den Pilgen statt und irgendwann bin ich eingeschlafen.

Montag, 13. Oktober 2014

10. Mai 2014 Löpitz - Mücheln 24,7 km


Während einer ruhigen und entspannten Nacht regenerieren unsere Körper wieder mal fantastisch. Nach einem Frühstück mit Kaffee und Müsli-Riegeln werden wir vom Herbergsvater sehr nett verabschiedet und auf den Weg Richtung Merseburg geleitet. Die Via Regia verläuft 1 1/2 Stunden lang meist auf Hohlwegen und schließlich überqueren wir die Saale auf der Neumarktbrücke mit dem wundervollen Ausblick auf Merseburg. Am Ende der Brücke erklimmen wir die Treppen bis hinauf zum Domplatz. Nachdem wir unsere Besichtigungstour beendet haben geht es wieder hinunter bis zu einer Bäckerei, welche wir für eine Pause aufsuchen. Bei Kaffee und Rosinenschnecke kommen wir in Kontakt mir den freundlichen Merseburgern. Nun wird es wieder Zeit und wir verlassen die Stadt durch den Südpark mit Tiergehege. Bis hier war der Weg gut zu finden, aber jetzt wird es schwierig. Nach einigen Irrwegen, welche uns bestimmt mehrere zusätzliche Kilometer gekostet haben und uns unnötigerweise an einem Chemie-Museum vorbeiführen, finden wir endlich doch noch den richtigen Weg. Wunderschöne Pfade durch eine Marschlandschaft laden zu einer erneuten Rast ein. Hinter Frankleben erreichen wir dann den Geiseltalsee. Dieser Weg müßte uns nun ca. 10 km entlang des Ufers bis nach Mücheln führen. Das Wetter wird leider immer schlechter und der See und seine Umgebung wirken auf uns doch sehr trostlos. Der Geiseltalsee ist ein Tagebaurestsee und wir spüren förmlich die Wunden, welche der Natur durch den Braunkohletagebau zugefügt worden sind. Es sind kaum Tiere zu sehen und auch die Vegetation wirkt sehr karg. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis die Natur sich dieses Gebiet zurück erobert hat. Somit zieht sich der Weg irgendwie doppelt hin. Die Ausschilderung nach Mücheln erleichtert diesen Umstand auch nicht gerade. Super, nur noch 5 Km dann haben wir es geschafft. Wir wandern eine weitere Stunde und oh Wunder immer noch 5 km bis Mücheln - merkwürdig. Zwischendurch ist der Weg dann auch nochmal komplett gesperrt. Aber nach Rücksprache mit ein paar netten Ausfüglern ignorieren wir die Absperrungen und pilgern hartnäckig Mücheln entgegen. Endlich erreichen wir den Ort, steigen empor zur Pilgerherbergen und treffen dort zeitgleich mit zwei weiteren Pilgerinnen ein. Es ist mittlerweile 19 Uhr und so gibt uns die Herbergsmutter nur eine kurze Einweisung und fährt uns anschließend in den nächsten Supermarkt, so daß wir unsere Abendmahlzeit zusammenstellen können. Bei mir gibt es einfach nur Antipasti, eine Pizza und als "Dolce" eine Tiramisu. Eine Flasche Wein für alle Pilgerinnen und natürlich Proviant für den nächsten Tag werden auch noch besorgt. So endet ein sehr anstrengender Tag bei spannenden Gesprächen mit Uta aus Leipzig und Elisabeth aus Eutin. Die selbst hergerichteten Matratzen-Lager empfangen uns in der traumhafen Herberge, wo wir auch wieder ein ganzes Haus mit toller Ausstattung für uns Pilger alleine haben. Leider erfahren wir, das diese Haus demnächst wohl nicht mehr als Herberge zur Verfügung stehen wird - sehr sehr Schade :-( .