Sonntag, 23. November 2008

23.November 2008 Planung Camino Francés 2009 Teil 3


Nach vielem Hin und Her sind die Flüge nun endlich gebucht.
Auch unseren Startort haben wir kurzfristig noch einmal geändert. Ursprünglich wollten wir in Pamplona beginnen, aber jetzt haben wir uns doch für St.Jean-Pied-de-Port entschieden. Die Überquerung der Pyrenäen soll einen bleibenden Eindruck hinterlassen mit seinen wunderbaren Ausblicken auf das schöne Bergpanorama.
Ein Anreise von Düsseldorf nach Madrid ist vom Flug her zwar günstig, aber die Weiterreise nach St.Jean-Pied-de-Port ist dann doch zu kompliziert und dauert zu lange. Von Düsseldorf Weeze nach Santander ist es sogar noch preiswerter, aber hier hätten wir dasselbe Problem, genauso wie bei einem Flug nach Biarritz, welches aber nur von Frankfurt/Hahn aus angeflogen wird. Nach Bilbao gibt es verschiedene Möglichkeiten von Düsseldorf aus, aber bei Betrachtung des Flugpreises könnten wir dann auch sofort nach Pamplona fliegen.
Für diese Variante haben wir uns letztendlich entschieden, da wir hier auch noch Busfahrzeit einsparen. Wir fliegen also von Düsseldorf nach Pamlona und nehmen dort den Bus nach Roncesvalles (2 1/2 Std. Fahrzeit). Das letzte Stück bis St.Jean-Pied-de-Port überbrücken wir mit dem Taxi, da auf diesem Teilstück keine Busverbindung existiert.
Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn der nächste Camino (16.Mai - 4.Juni) immer näher rückt & die Reiseplanungen immer konkreter werden.
Buen Camino
Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen - Johann Wolfgang von Goethe

Montag, 10. November 2008

DVD "Pilgern auf Französisch"


Saint Jacques ... Pilgern auf Französisch (DVD)
Pilgern auf Französisch. 104 Min.

Vergnügte Komödie von Coline Serreau
Clara, Claude und Pierre sind entsetzt: Das Erbe ihrer Mutter wird erst ausbezahlt, wenn sich alle drei zusammen als Pilger auf den Weg nach Santiago de Compostela machen. Schlimmeres können sich die drei kaum vorstellen, denn erstens können sie sich gegenseitig nicht riechen und zweitens geht ihnen wandern grundsätzlich gegen den Strich. Doch das Geld können alle gut gebrauchen und so schliessen sie sich laut protestierend einer illustren Reisegruppe an. Dort müssen sie feststellen, dass sie beileibe nicht die einzigen widerwilligen Teilnehmer sind. Reiseleiter Guys Fernbeziehung steht kurz vor dem Kollaps, der junge Araber Saïd ist bloss der Liebe wegen hier und sein unbedarfter Cousin im Schlepptau wähnt sich auf dem Weg nach Mekka. Von Gruppendynamik keine Spur und alle haben sie viel zu viel Gepäck. Aber kalte Duschen und Blasen an den Füssen fördern das Gruppengefühl. Der Weg nach Santiago de Compostela ist lang und die Reise dahin voller Überraschungen, Einsichten und harten Betten.

Meine Meinung:
Dieser Film ist absolut sehenswert. Obwohl es sich um einen französischen Film handelt (ich finde diese immer sehr gewöhnungsbedürftig), hat mir dieser sehr gut gefallen. Interessant fand ich die Darstellung der Veränderung der Menschen auf dem Camino. Es gab lustige, traurige und überraschende Momente. Die Landschaftsaufnahmen sind sehr schön. Ein wenig Schade war zum Schluß die Verkürzung des spanischen Teils des Jakobsweges, in dem die Pilgergruppe plötzlich in Santiago de Compostela ankommt. Ein Nachteil hat der Film allerdings und deshalb sollte man sich sehr gut überlegen, ob man sich diesen Film ansieht: Es tritt sofort eine Verschlimmerung der Krankheits-Symptome des "Camino-Virus" (Muschel-Krankheit, Virus Caminiensis, Pfeil-Infektion ) ein, d.h. man packt sofort seinen Rucksack aus, zieht die Wanderschuhe an und läuft los. Also VORSICHTIG !!!



Donnerstag, 2. Oktober 2008

04.Oktober 2008 Planung Camino Francés 2009 Teil 2


Hurra, Margret kommt auch wieder mit auf den Jakobsweg. Ich denke sie wurde ebenso wie ich vom "Camino-Virus" infiziert. In diesem Forums-Thread spricht man auch von "Pfeil-Infektion", "Muschel-Krankheit" oder "Virus Caminiensis". Eine ernst zu nehmende, nicht heilbare Krankheit. Dann werden wir nächstes Jahr mal für Linderung sorgen.
Die Packliste habe ich mir auch schon einmal angesehen und bis auf einige unwesentliche Änderungen hat sie sich bewährt. Weglassen werde ich die Kalzium-Magnesium-Tabletten und die Hirschtalgcreme, da ich beides nicht vertragen habe. Einen Stein für das Cruz Ferro benötige ich natürlich auch nicht und den spanischen Sprachführer habe ich nie benutzt.
Die einzige Neuanschaffung ist zum Glück nur ein Paar Wanderschuhe, da die alten schon abgelaufen sind. Außerdem würde ich diesmal ein leichteres Modell bevorzugen.
Der Humor ist keine Gabe des Geistes. Er ist eine Gabe des Herzens - Ludwig Börne








Mittwoch, 24. September 2008

24.September 2008 Planung Camino Francés 2009 Teil 1


So, nun ist es also soweit: Die Planung des nächsten Streckenabschnittes kann beginnen. Nach reiflicher Überlegung habe ich den Abschnitt von Pamplona bis Burgos ins Auge gefasst. Es geht also rückwärts auf dem Camino voran. Dort gibt es auch noch reichlich zu besichtigen: das Pilgerdenkmal am Alto del Perdón, Puente la Reina mit der Brücke über dem Fluss Arga, Kloster Irache mit dem "Weinbrunnen" an dem ehemaligen Klosterweingut, Santo Domingo de la Calzada mit dem sogenannten "Hühnerwunder" usw..
Der Zeitraum umfaßt dieses Mal nur ca. 2 1/2 Wochen, aber das müßte mit Anreise und einer Strecke von ungefähr 220 Km gut zu bewältigen sein.
Die Jahreszeit hat sich für eine Wanderung bewährt, also wird meine Pilgerreise wieder im Frühling stattfinden. Allerdings ein wenig später, als beim letzten mal und zwar Ende Mai bis Anfang Juni 2009.
Die passenden Flüge muß ich noch auswählen. Es geht natürlich wieder ab Düsseldorf, aber es kommt auf die Preisgestaltung und die Flugzeiten der Fluggesellschaften an, ob ich nach Madrid oder vielleicht nach Santander fliegen werde. Bilbao und Pamplona scheinen mir zur Zeit ein wenig zu teuer und Biarritz wird von Düsseldorf aus nicht angeflogen. Auch muß ich die Urlaubsplanung meiner Arbeitsstelle noch abwarten.
Phantasie ist alles.Sie ist die Vorschau auf die
künftigen Attraktionen des Lebens - Albert Einstein

Sonntag, 21. September 2008

21.September 2008 Oberhausen - Gedanken zum Camino Mai 2008


Die erste Zeit nach dem Camino war sehr schwierig. Zum einen ist da die körperliche Unruhe, welche einen immer wieder umherlaufen läßt. Zusätzlich dazu befinden sich auch die Gedanken immer wieder auf dem Weg. Diese äußere und innere Unruhe gibt einem das Gefühl, noch nicht angekommen zu sein. Dann reift auch langsam die Idee, sich wiederum auf den Jakobsweg zu begeben. Man könnte schon fast von einem Virus sprechen, von welchem man auf dem Camino befallen wurde. Ja, nächstes Jahr ist es wieder soweit. Und sobald die Planungen beginnen, bin ich schon wieder auf dem Weg.
Vieles, was einem vor dem Camino nicht klar erschien, wird nun deutlicher!
Aber auch Vieles, was klar erschien, hat seine Deutlichkeit verloren!
Prioritäten haben sich verschoben: Dinge, welche vor dem Camino wichtig erschienen, sind nun unwichtig geworden und umgekehrt!
Zitat:

Ich suchte Ihn
und ging aus mir heraus.
Ich suchte Ihn in stillen Kirchen,
auf hohen Bergen, im tiefen Meer.

Enttäuscht kehrte ich zurück
und ging in mich hinein.
Meine Tür stand offen:
"Du hast mich lange warten lassen!" lächelte Er.

Elisabeth Alferink

29.Mai 2008 Santiago de Compostela - Abreise


Nun enden also 3 1/2 Wochen in Nordspanien. Mittags ging der Flug, wieder mit Zwischenstop auf Mallorca, bis nach Düsseldorf und von dort aus mit dem Zug nach Oberhausen. Ein freudiges Wiedersehen mit Familie, Freunden und Verwandten half ein wenig über den Eintritt in den ungewohnten Alltag hinweg. Nach dem Camino ist vor dem Camino ?!
Nicht die Erfahrungen sind es, die Dich prägen, sondern das was Du daraus machst.

28.Mai 2008 Santiago de Compostela


Den heutigen Tag nutzten wir für die Erkundung von Santiago. Um 12 Uhr nahmen Margret und ich an der Pilgermesse teil. So emotional wie die gestrige Messe war diese leider nicht. Da es ein sehr verregneter und kühler Tag war mußten wir uns zwischendurch immer wieder aufwärmen und trocknen. Mittags gab´s dann nochmal Tapas und Nachmittags eine Portion Churros mit heißer Schokolade. Mit Rita verabredeten wir dann für den nächsten Tag mit einem Taxi zum Flughafen zu fahren. Abends trafen wir uns mit Margrets Pilgergefährten und so konnten wir Abschied voneinander nehmen. Ursprünglich wollte ich eigentlich noch mit dem Bus bis ans "Ende der Welt" fahren. Das schlechte Wetter hielt mich davon ab. Im Nachhinein habe ich erfahren, daß es an der Küste trocken war und teilweise sogar die Sonne schien! Schade, aber jetzt weiß ich, was ich noch nachholen möchte: Kap Finisterre, O´Cebreiro und den Weg vor Burgos, vielleicht sogar irgendwann einmal von der Haustüre aus?!!!
In Santiago wird in Deinem Innern
eine Glocke angeschlagen,
die Deinen künftigen Lebensweg begleitet.
Doch wenn sie einmal ganz verstummt,
dann wird es Zeit für Dich,
erneut nach Santiago aufzubrechen.