Montag, 28. Juni 2010
13. Mai 2010 Triacastela - Sarria 19 km
Sonntag, 27. Juni 2010
12. Mai 2010 La Faba - Triacastela 27 km
Dienstag, 22. Juni 2010
11. Mai 2010 Villafranca del Bierzo - La Faba 23,5 km
Montag, 21. Juni 2010
10. Mai 2010 Ponferrada - Villafranca del Bierzo 23,5 km
Dienstag, 15. Juni 2010
9. Mai 2010 El Acebo - Ponferada 16,5 km
Montag, 14. Juni 2010
8. Mai 2010 Rabanal del Camino - El Acebo 18 km
Mittwoch, 9. Juni 2010
7. Mai 2010 Astorga - Rabanal del Camino 21,2 km
Trotz des relativ großen Schlafsaal habe ich gut geschlafen. Nachdem die meisten Pilger weg sind mache ich mich auf den Weg. Meine Füße schmerzen ganz schön, aber mit den Blasen geht es besser als ich dachte, außer die hintere Fersenblase. In Murias de de Rechivaldo erspähe ich eine Bar mit freien Außensitzplätzen. Dort sitzt nur eine Holländerin auf der Suche nach Ruhe und Frieden. Nachdem ich mein Frühstück geordert habe trifft zu unserem Leidwesen eine größere Gruppe ein. Die holländische Pilgerin erzählt mir, daß es sich um eine deutsche Gruppe von Sozialarbeitern mit Jugendlichen mit Mirgrationshintergrund handelt. Der Weg soll ihnen als Chance dienen, ihre Probleme im Alltagsleben besser bewältigen zu können. Es wird immer düsterer und schon fallen die ersten Tropfen. Der Poncho und die Regengamaschen werden ausgepackt und schon kann nichts mehr passieren. Auch in Santa Catalina de Somoza lockt eine sehr schöne Bar zu einer Pause im Trockenen. Es gibt sogar einen frisch gepressten Orangensaft und so bin ich bestens gerüstet für den regnerischen Tag. Durch die schmerzenden Füße kommen mir die heutigen 21 km wie die gestrigen 33 km vor. Endlich ist Rabanal del Camino in Sicht und ich laufe schnurstracks zur Herberge "Refugio Pilar". Ich bin früher da, als ich eigentlich wollte, aber ich habe mich doch wieder verrückt machen lassen, daß es in Rabanal heute sehr voll sein soll. Ich belege dann ein Bett in der um ca. 14 Uhr nur halb gefüllten Herberge. Die Französin (Claudine) von gestern ist auch hier untergekommen und den Kanadier (Jacques) treffe ich nach dem Tienda-Besuch. Auch er hat die Posada mit der tollen Gazpacho für sein Abendessen auserkoren und so werden wir bestimmt noch einige andere Pilger dort treffen. Da es immer wieder anfängt zu regnen mache ich mich schon um viertel nach sechs auf den Weg. Jacques ist auch schon da und kurze Zeit später trifft auch Claudine dort ein. Ich entscheide mich tatsächlich wieder für die fantastische Gazpacho und nehme zusätzlich noch eine Forelle mit Schinken und einen Milchreis. Nach wunderbaren Gesprächen laufe ich mit Claudine zu unserer Herberge zurück und Jacques zu seiner, in der Hoffnung auf eine ruhige Nacht zusammen mit der Gruppe Jugendliche & Sozialarbeiter auf seinem Zimmer.
