Montag, 28. Juni 2010

13. Mai 2010 Triacastela - Sarria 19 km

Nach dem gestrigen langen Abstieg gibt es heute nur eine kleine Etappe nach Sarria. Dort kann ich dann auch mal wieder Geld abholen, "Power-shoppen" ;-) und ein wenig regenerieren. Die Landschaft ist heute sehr schön und auch das Wetter ist besser. Die erste Bar, welche lange auf sich warten läßt, wird von allen Pilgern gestürmt - von mir natürlich auch. Ansonsten verläuft der Weg heute relativ problemlos. Obwohl ich mir viel Zeit lasse, bin ich schon so gegen 14 Uhr in der gewünschten Herberge, in der ich das letzte Bett ergattern kann. In den anderen Herbergen wären zur Not aber auch noch genügend Plätze frei gewesen. Die Dusche ist diesmal recht großzügig geschnitten und es gibt tatsächlich einen Föhn, so daß ich mir bei diesem kalten Wetter auch mal wieder die Haare waschen kann. Sogar die Wäsche trocknet im frischen Wind auf dem Dach der Herberge - erstaunlich. Da ich gestern ein Pilger-Menü hatte, verzichte ich heute darauf. Nachdem ich einen Supermarkt ausfindig gemacht habe, erstehe ich alle Zutaten für einen Salat und als Krönung entdecke ich meinen spanischen Lieblingswein für kleines Geld. Leider ist der Aufenthaltsraum noch recht kalt, aber ich hoffe das ändert sich noch, indem der Hospitalero "endlich" die Gasflasche für den Heizstrahler austauscht - wir frieren alle ganz schön. An diesem nahezu ereignislosen Tag werde ich wohl auch wieder früh zu Bett gehen. Aber es kommt immer anders als man denkt: als wir mit mehrern Pilgern in dem nun langsam warm werdenden Aufenthaltsraum sitzen - ja, er hat es tatsächlich geschafft - lädt uns der Hospitalero zum "probieren" einiger Schnäpse/Likeure (Oruja, Herbas usw.) in das Kaminzimmer ein. Gemütlich sitzen wir zusammen und tauschen unsere Camino-Erlebnisse aus. Das Kaminfeuer ist herrlich und so merken wir gar nicht, daß es schon 22.30 Uhr ist. Ich verziehe mich dann auch schnell in mein schwankendes Stockbett, da ich ja morgen noch weiterpilgern möchte.

Sonntag, 27. Juni 2010

12. Mai 2010 La Faba - Triacastela 27 km

Und wieder muß ich eine sehr schöne Herberge hinter mir lassen. Der Aufstieg geht so heftig weiter, wie er gestern aufgehört hat, aber schließlich passiere ich den Grenzstein zu Galizien. Es geht noch ein Stück bergauf, Nebel zieht auf (wie sollte es anders sein ;-)) und endlich bin ich in O´Cebreiro. Ich mache mehrere Fotos von dem Ort mit seinen Pallozas und hole mir nach Besichtigung der Kirche den gigantischen Stempel für mein Credencial. In einer Bar sitze ich ganz alleine bei einem Cafe con leche und einer Tarte de Santiago. Anschließend verweile ich noch ein wenig im Ort und nehme die durch den Nebel hervorgerufene mystische Atmosphäre in mich auf. Weiter geht´s zur Passhöhe von San Roque und wie sollte es anders sein - auch hier kann ich kein Bergpanorama genießen. Langsam läßt er Nebel etwas nach und am Alto do Poio ist mir nach dem Aufstieg richtig warm geworden. Insgesamt gesehen läßt das Wetter aber zu wünschen übrig: ein leichter Nieselregen begleitet von Wind kühlt den Körper sehr schnell wieder aus. So wärmt mich die heiße gallicische Kohlsuppe "Caldo Gallego" von innen her wunderbar auf und ich starte frisch gestärkt auf den Camino. Ein Gespräch mit einem deutschen Pilger und das Wiedertreffen mit Sherryl (Saskatchewan/Kanada) lassen die Zeit schnell vorüber gehen. Um ca. 17.30 Uhr treffe ich in Triacastela ein und auch heute bekomme ich problemlos ein Bettplatz in der Herberge. Ein Stunde Regeneration nach dem langen Abstieg tun meinem Körper ganz gut. Danach mache ich mich auf die Suche nach einem netten Restaurant mit Pilgermenü. Kurz nachdem ich meine Bestellung aufgegeben habe setzt sich Sherryl zu mir. Nach einem sehr netten Abend und einem guten Essen gehen wir früh zu Bett, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Dienstag, 22. Juni 2010

11. Mai 2010 Villafranca del Bierzo - La Faba 23,5 km

Obwohl ich gestern noch dachte ich müßte den Camino abbrechen, geht es heute erstaunlich gut. Dank meiner Ohrstöpsel habe ich super geschlafen, so daß mein Körper sich anscheinend gut erholt hat. Auch die Anrufe meiner Lieben haben zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Beim Abmarsch von der Herberge verabschiede ich mich von den Leipziger Ehepaar und dem Spanier mit dem Pilger-Spaniel - man weiß ja nie, ob man sich nochmal wiedersieht. Die erste Pause mache ich in Pereje bei einem Cafe con leche. Als ich die Bar verlasse, treffe ich die Holländerin. Sie berichtet mir, daß sie gestern einen fürchterlichen Wandertag hatte und glaubte niemals in Villafranca anzukommen - unglaublich, so ging es mir ja auch! Sie hat sich dann aufgrund ihrer Erschöpfung ein Hotelzimmer im Ort genommen. In einer Bar in Trabadelo sehe ich zum ersten mal den Indianer, von welchem ich schon in Astorga gehört hatte. Ich sitze hier so gemütlich am Kaminfeuer bei einem frisch gepreßten Orangensaft, daß ich gar nicht aufstehen mag. Aber, weiter geht´s! Ach, den "Camino Duro"(den schweren Weg) hatte ich übrigens verpaßt - ist aber vielleicht ganz gut so, denn den hatte "ich" ja schon gestern ;-). Der Weg hinter Trabadelo ist leider nicht so schön, da es viel an einer gut befahrenen Straße langführt. Außerdem sind hier heute jede Menge Schwertransporte unterwegs mit riesigen Bauteilen für Windräder. Ab Ruitelan wird der Weg wieder besser. Ich mache noch 2 Pausen und bin dann hoffentlich vorbereitet für den Aufstieg nach La Faba. Oben angekommen erhalte ich um 16.20 Uhr den vorletzten Bettplatz in der Pfarrherberge neben der Kirche. Eine sehr schöne Herberge mit herzlichem Empfang. Nach der Dusche kann ich mir den Föhn der deutschen Hospitalera ausleihen, damit ich bei diesem kalt-windigen Wetter nicht mit nassen Haaren zur Tienda laufen muß. Ich erstehe dort Nudeln, Soße im Glas und eine Flasche Wein. Da es für mich allein natürlich zu viel ist, überrede ich Gertje (aus Amsterdam), Siggi, Uwe und Sebastian mit bei der Vernichtung zu helfen. Um 20 Uhr gehen wir gemeinsam zur Messe, die von einem Franziskaner-Mönch gehalten wird. Als erstes wird eine Öl-Lampe von Pilger zu Pilger weitergereicht, mit der Möglichkeit seine Fürbitte vorzutragen. Anschließend findet bei 5 Pilgern eine Fußwaschung statt. Nun kann jeder von seinen Erfahrungen und Erlebnissen auf dem Camino berichten. Wir beten zusammen das "Vater unser" mit abschließendem Friedensgruß. "Wenn alle Menschen dieser Welt so friedlich ihre Zuneigung zueinander zeigen würden, dann gäbe es keine Kriege & Konflikte. " gibt uns der Mönch mit auf den Weg. Wir sollen den Frieden in die Welt hinaustragen. Zum Schluß erhalten wir den Pilgersegen. Ich zünde noch eine Kerze an, bevor ich zu Bett gehe.

Montag, 21. Juni 2010

10. Mai 2010 Ponferrada - Villafranca del Bierzo 23,5 km

Es ist Schade diese wunderbare Herberge wieder verlassen zu müssen und schon geht es los im Regen. Der Weg aus Ponferrada zieht sich hin und der Regen fällt zum Glück nur sporadisch. Noch "halten" die Zehen und nach dem ersten Stop in einer Bar in Columbrianos geht´s auch gut weiter. Nach Camponaraya sieht es schon nicht mehr so gut aus. Abgelenkt durch die Störche und ein altes Bauernehepaar, welches ihr Feld tatsächlich noch mit Ochse und Pflug bestellt, erreiche ich auch noch Carcabelos. Aber eine erneute Pause müßte doch ausreichen für die restlichen 8 km. Jetzt beginnt der Weg der Schmerzen und er scheint kein Ende zu nehmen. Ich habe zwischenzeitlich das Gefühl nicht mehr weitergehen zu können. Aufgund des stärker werdenden Regens und des Fehlens einer Bar kann ich auch keine weitere Pause einschieben. Es ist ein Trip durch die Hölle und dieser Ort will einfach nicht auftauchen. Aber dann -endlich- kurz hintereinander, erst die Gemeindeherberge und anschließend die Alberge "Ave Fenix". Ich werde sehr freundlich empfangen, muß aber erst einmal im Aufenthalts-/Speiseraum warten, da die Herbergsbesatzung gerade ihr Essen auf dem Tisch hat. Es sei Ihnen gegönnt und ich hätte in der nächsten Stunde ohnehin nicht aufstehen können. Als es dann zu Bettenzuweisung und Buchung des Abendessens geht, erhalte ich einen Tee und werde nochmals herzlichst begrüßt. Okay, der Schlafraum ist wirklich -sagen wir mal- sehr rustikal, aber dafür schläft man unter Sternen (sternförmige Aussparungen im Dach). Ich dusche erst einmal und lege mich anschließend zur Regeneration aufs Bett. Mehrere spanische Fahrradpilger reißen mich aus meinem Schlummer und so sitze ich hier im Aufenthaltsraum am Feuer, schreibe meine Zeilen und warte auf den Beginn des Abendessens. Nach einem Gespräch mit Claudine geht es dann auch schon los. Es gibt eine "Caldo Gallego" gallizischen Kohl-Eintopf mit Kartoffeln, Kohl und Kichererbsen - lecker- anschließend Spiegeleier mit "Chorizo"& Salat und zum Schluß (Fall-)Obst (vom letzten Jahr?/rührt keiner an!).

Dienstag, 15. Juni 2010

9. Mai 2010 El Acebo - Ponferada 16,5 km

Gestern mußte ich tatsächlich nicht alleine speisen, da die deutsche Pilgerin vom ersten Wandertag (ich weiß leider bis heute nicht ihren Namen), auch hierhin zum Essen kam. Ich bestellte mir zwei Omlettes mit Käse, Salat, Wasser und Wein. Es wurde ein sehr schöner Abend. Trotz der himmlischen Ruhe in meinem Zimmer, konnte ich nicht durchschlafen. Bestimmt fehlte mir die Geräuschekulisse der Pilger-Herberge. Das Frühstück war inclusive, so dass ich ein Cafe con leche (Milchkaffee), einen frischen zumo de naranja (Orangensaft) und tostadas (Toast) genießen konnte. Es war eine schöne Zeit in der "La posada del peregrino" und auch in dem Ort "El Acebo". Merkwürdig: so kann es sein, daß in dem einen Jahr ein Ort unwirtlich rüberkommt und im nächsten Jahr sehr einladend erscheint - und umgekehrt! Dieses Jahr z.B. wirkte Hospital del Orbigo sehr abweisend auf mich im Gegensatz zu El Acebo. Um ca. 8.45 Uhr streifte ich meinen Regenponcho über und machte mich auf den Abstieg nach Riego de Ambros und anschließend bis nach Molinaseca. Nun ist die schlimmste Strecke geschafft und auch das Wetter ist etwas besser geworden. Kurz vor Ende des Abstiegs treffe ich nochmals die deutsche Pilgerin von gestern Abend und wir kehren in eine Bar in Molinaseca ein. Sie wird hier bleiben, da noch ein Abstecher zum Kloster in Penalba geplant ist. Nach der Verabschiedung mache ich mich wieder auf den Weg. Trotz meiner schmerzenden kleinen Zehen schaffe ich es auch heute wieder. Diesmal gibt es keine Rucksackwarteschlange vor der Herberge in Ponferrada und ich komme sofort dran. Die sehr nette schweizer Hospitalera weist mit ein Bett in einem Vierbettzimmer für alleinreisende Pilgerinnen zu. Unser Zimmer heißt übrigens "Penalba", ich bin also auch dort, wie die deutsche Pilgerin, welche ich in Molinaseca zurückgelassen habe. Nachdem ich nach der Dusche meine Ferse und die Zehen verarzten will, spricht mich ein älterer Spanier (gehört wohl zur Herberge) auf meine schmerzenden Füße an. Kurzentschlossen baut er seine kleine "Krankenpflegestation" im Hof der Herberge auf und so nutze ich zum ersten Mal das Angebot einer medizinischen Versorgung meiner Füße. Die Blasen werden aufgestochen, mit Jod behandelt und verpflastert. Anschließend genieße ich die Massage der Füße und der Waden. Obwohl die ganze Prozedur sehr schmerzhaft war, kann ich diesem "Engel des Camino´s" nicht genug danken. Draußen auf dem Hof trifft die Holländerin ein und zurück im Zimmer werde ich von Claudine überrascht. Nun sind wir schon zu Dritt im Zimmer, aber ich habe wieder den Eindruck, daß die Herberge nicht voll ist. Ob es an dem schlechten Wetter liegt oder der gestern geschlossenen Flughäfen (wg. Vulkanasche-Wolke) in Nordspanien? Man weiß es nicht. Da heute alle Geschäfte geschlossen sind (Sonntag) werde ich wohl auf jeden Fall ein Pilgermenü zu mir nehmen. Auf meinem Rundgang durch die Stadt treffe ich Claudine, bepackt mit einem Beutel voll mit Lebensmitteln. Sie kann mir den Weg zum "Gschäfter´l" zeigen und so gibt es heute doch noch eine selbst zubereitete Mahlzeit für mich. Wir teilen uns die Flasche Wein und besuchen anschließend zusammen mit dem Dresdner und dem Mannheimer um 20 Uhr die Pilgermesse in der kleinen Herbergs-Kapelle. Die Messe ist sehr bewegend und ich habe den Eindruck besonders die koreanischen Pilger nehmen intensive die spirituelle Kraft in sich auf. Zum Schluß erhalten wir den Pilgersegen und haben nun beim gemeinsamen Resteessen und -trinken noch etwas Zeit das Erlebte zu verarbeiten.

Montag, 14. Juni 2010

8. Mai 2010 Rabanal del Camino - El Acebo 18 km

Die Nacht war ruhiger, aber zugleich auch unruhiger als gedacht. Die ersten Schnarcher konnte ich anhand meiner Ohrenstöpsel ausschalten. Leider hatte der Pilger unter mir einen sehr unruhigen Schlaf, so dass ich ständig von dem wackelnden Stockbett aufgewacht bin. Trotz allem war ich relativ gut erholt und meine Blasen machten auch einen guten Eindruck, so dass ich keine Probleme beim Abmarsch hatte. Je mehr ich aber lief desto schmerzhafter wurde die linke Zehenblase. Kurz vor Foncebadon ein stechender Schmerz, so als ob mir jemand in den Zeh geschnitten hätte. Zum Glück kam direkt nach der nächsten Kurve ein Picknickplatz und so konnte ich nachsehen: unterhalb der alten Blase ist eine Neue entstanden und diese ist dann aufgeplatzt. Erst einmal habe ich alles gut verarztet und sicherheitshalber auch die Fersenblase nochmals gepolstert. In Foncebadon gab´s in der Alberge einen heißen Cafe con leche und eine Pause für den kleinen Zeh ;-). Wieder auf dem Weg war es nicht mehr weit bis zum Cruz de Ferro. Dort angekommen wechselte meine gute Laune, welche ich aufgrund der netten Pilger und des Sonnenscheins hatte. In diesem Jahr wurde die Ablage der Sorgensteine eine sehr emotionale Sache für mich. Nachdem ich wieder ein wenig zur Ruhe gekommen bin und der Pilger-Spaniel, welcher mittlerweile eingetroffen war, mich aufgemuntert hatte, hieß es: Weiter. Lauftechnisch ging´s danach wieder besser, bis Manjarin - wo ich in diesem Jahr mit dem Läuten der Glocke begrüßt wurde. Erneut eine Pause und ein Cafe und so blieb noch Zeit, um mich mit den Katzen dieser Örtlichkeit anzufreunden. Eine weitere Stunde hinter Manjarin hatte ich nochmals das Erlebnis mit dem Zeh. Der Rest ging dann wieder etwas besser, aber der Abstieg nach El Acebo war schon hart und ich wollte mit meinen Knien auch nichts riskieren. So habe ich mir heute ein nettes Zimmer im Ort genommen und schaue nun aus dem Fenster auf den Regen, welcher kurz vor meiner Ankunft mit einem Hagelschauer begonnen hat. Mal schau´n, ob ich heute Abend alleine Essen muss, aber eigentlich lernt man auf dem Camino ja immer nette Menschen kennen - ich lass mich überraschen.

Mittwoch, 9. Juni 2010

7. Mai 2010 Astorga - Rabanal del Camino 21,2 km

 

Trotz des relativ großen Schlafsaal habe ich gut geschlafen. Nachdem die meisten Pilger weg sind mache ich mich auf den Weg. Meine Füße schmerzen ganz schön, aber mit den Blasen geht es besser als ich dachte, außer die hintere Fersenblase. In Murias de de Rechivaldo erspähe ich eine Bar mit freien Außensitzplätzen. Dort sitzt nur eine Holländerin auf der Suche nach Ruhe und Frieden. Nachdem ich mein Frühstück geordert habe trifft zu unserem Leidwesen eine größere Gruppe ein. Die holländische Pilgerin erzählt mir, daß es sich um eine deutsche Gruppe von Sozialarbeitern mit Jugendlichen mit Mirgrationshintergrund handelt. Der Weg soll ihnen als Chance dienen, ihre Probleme im Alltagsleben besser bewältigen zu können. Es wird immer düsterer und schon fallen die ersten Tropfen. Der Poncho und die Regengamaschen werden ausgepackt und schon kann nichts mehr passieren. Auch in Santa Catalina de Somoza lockt eine sehr schöne Bar zu einer Pause im Trockenen. Es gibt sogar einen frisch gepressten Orangensaft und so bin ich bestens gerüstet für den regnerischen Tag. Durch die schmerzenden Füße kommen mir die heutigen 21 km wie die gestrigen 33 km vor. Endlich ist Rabanal del Camino in Sicht und ich laufe schnurstracks zur Herberge "Refugio Pilar". Ich bin früher da, als ich eigentlich wollte, aber ich habe mich doch wieder verrückt machen lassen, daß es in Rabanal heute sehr voll sein soll. Ich belege dann ein Bett in der um ca. 14 Uhr nur halb gefüllten Herberge. Die Französin (Claudine) von gestern ist auch hier untergekommen und den Kanadier (Jacques) treffe ich nach dem Tienda-Besuch. Auch er hat die Posada mit der tollen Gazpacho für sein Abendessen auserkoren und so werden wir bestimmt noch einige andere Pilger dort treffen. Da es immer wieder anfängt zu regnen mache ich mich schon um viertel nach sechs auf den Weg. Jacques ist auch schon da und kurze Zeit später trifft auch Claudine dort ein. Ich entscheide mich tatsächlich wieder für die fantastische Gazpacho und nehme zusätzlich noch eine Forelle mit Schinken und einen Milchreis. Nach wunderbaren Gesprächen laufe ich mit Claudine zu unserer Herberge zurück und Jacques zu seiner, in der Hoffnung auf eine ruhige Nacht zusammen mit der Gruppe Jugendliche & Sozialarbeiter auf seinem Zimmer.